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Ein Bild sagt mehr als tausend Worte 
Die Klasse 9 G der Martin-Niemöller-Schule in Riedstadt erhielt eine Auszeichnung für ihren Beitrag zum Bundeswettbewerb für politische Bildung 2015/16 unter der Thematik „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte – aber was?“


Bei dem jährlich stattfindenden Wettbewerb ging es um die Aussagefähigkeit von Bildern, im Besonderen von Kriegsbildern. Der Bezug zu den vielen Flüchtlingen, die beispielsweise in der Rheingoldhalle in Biebesheim untergebracht waren, beeinflusste die Entscheidung, dass der Syrienkrieg das Thema des Beitrages der Klasse werden sollte. Zunächst wurde im Unterricht mit Klassenlehrerin Bärbel Bartl besprochen, in welchen Bereichen ein Bild uns „berühren“ kann. Viele Bilder wurden gesammelt und Bereichen zugeordnet. So ergab sich: Ein Bild kann informieren, dokumentieren, Emotionen hervorrufen, aber leider auch manipulieren.

In der Diskussion spielten folgende Gedanken der Schülerinnen und Schüler der 9 G eine Rolle: „Auf vielen Fotos wollen die Kriegsparteien ihre Macht zeigen – Beispiele sind die Zerstörungen durch russische Angriffe. Gleichzeitig zeigen aber auch die IS-Terroristen ihre Macht und ihre Brutalität. Sie wollen Angst machen, sie wollen manipulieren.Wer eigentlich kaum auftaucht in der ganzen syrischen Kriegs-Berichterstattung ist die Regierungsarmee von Präsident Assad. Er will wohl lieber nicht auffallen, um seine Macht zu behalten.Und dann geht es immer wieder um die Gefühle, die Emotionen. Die Bilder zeigen die Sinnlosigkeit, dass Menschen im 21. Jahrhundert sich noch solche Grausamkeiten antun. Und sie zeigen, dass der einzelne Mensch nicht viel wert ist, dass Menschen in kürzester Zeit Kultur kaputt machen können, die andere über Generationen aufgebaut haben und sie zeigen die Macht der Einzelnen. Denn es sind wenige, die die Attentate und die Angriffe durchführen, und es sind viele, die leiden.

Die Schüler erarbeiteten anschließend Schaubilder, auf denen sie darstellten, wie sich der Syrienkonflikt entwickelt und welche Folgen er für die in diesem Land lebenden Menschen hat. Deutlich zeigt sich, dass einige der Ursachen schon Jahrzehnte zurück liegen – andere sich in den letzten Jahren zuspitzten. Immer wieder geht es um die Macht einzelner Menschen (um Geld und Öl), um die Macht einzelner Bevölkerungsgruppen und leider immer wieder um religiöse Konflikte. Unterdrückung und Hass spielen eine große Rolle. Es sind zahlreiche Gruppen beteiligt und die Folgen sind Zerstörung, Ausweglosigkeit und Tod.

Aus diesen Informationen entwickelten die Schüler eine Audio-Slide-Show. Die Szenen für die Bilder dazu wurden von den Schülern ausgedacht und nachgestellt. Ein selbst geschriebener Rap untermalte die Stimmungen, die durch die Bilder übermittelt werden sollten.

Die Audio-Slide-Show wurde von den folgenden Gedanken beeinflusst: „Wie würde ich mich fühlen, vor meinem zerstörten Haus stehend? Wie würde ich mich fühlen, vor einem getöteten Familienmitglied stehend? Dieses Schicksal ist kaum vorstellbar, ich würde mich sehr hilflos und verloren fühlen und ich hätte Angst. Ich würde nach Hilfe in anderen Ländern suchen und versuchen meiner Familie zu helfen.

Die Audio-Slide-Show aus Rap und den Bildern entstand dann mit der Beteiligung der gesamten Klasse und wurde beim Bundeswettbewerb eingereicht. Die Klasse 9 G erhielt schließlich einen Platz unter den zehn besten Beiträgen in ihrer Kategorie. Dafür gab es eine Auszeichnung mit einer Urkunde und einem Buch für jeden Schüler. Die einstimmige Meinung war jedoch, dass die Auseinandersetzung mit diesem schwierigen Thema wichtiger als die Auszeichnung war und alle extrem nachdenklich gemacht hat.

 

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