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In der Klasse 6d herrscht eine konzentrierte Arbeitsatmosphäre, als Prof. Dr. Alexander Lorz den Raum betritt. Der hessische Kultusminister ist an die Martin-Niemöller-Schule gekommen, um sich persönlich ein Bild zu machen, wie die Integrierte Gesamtschule in Riedstadt die inklusive Beschulung von Schülerinnen und Schülern mit Förderbedarf umsetzt.

Jannic Riese erklärt Prof. Lorz wie die 6.-Klässer mithilfe eines differenzierten Arbeitsplans Flächen und Volumen berechnen, um die Renovierung ihre Kinderzimmers zu planen. Ziel sei es, so Klassen- und Mathematiklehrer Sebastian Tron, den Stoff entsprechend der individuellen Fähigkeiten der Schüler/innen zu vermitteln, sie zu einem vertieften Verstehen zu führen, die Unterrichtsinhalte mit Alltagserfahrungen zu verknüpfen und handlungsorientierte Zugänge zu schaffen. Schüler/innen mit Förderbedarf erhielten einfachere Aufgaben oder zusätzliche Erklärungen – entweder durch die Fachlehrer oder durch die Förderschullehrerin, die die Klasse betreut. Aber die Schüler/innen helfen sich auch gegenseitig, indem sie in die Lehrerrolle schlüpfen und anderen z.B. erklären, wie das Volumen eines Quaders berechnet wird. „Wenn ich gut erklären kann, merke ich selbst, dass ich alles richtig verstanden habe“, betont Jannic selbstsicher.

Im Anschluss an den Unterrichtsbesuch zeigen die Förderschullehrer Claudia Seehaus und Andreas Prause dem Minister das Lernzentrum und erläuterten, wie Schüler/innen mit Förderbedarf zusätzlich zur Teilnahme am Unterricht ihrer Klasse in diesem Raum gefördert werden.

Anschließend berichten Lehrerinnen und Lehrer von ihren Erfahrungen mit der Inklusion. Alle betonten, dass die Arbeit mit den Kindern viel Freude bereite und alle Schülerinnen und Schüler davon profitieren, von- und miteinander zu lernen. Es wurde aber auch deutlich, dass die Arbeitsbelastung für die Lehrerinnen und Lehrer sehr hoch ist und eine Entlastung für gemeinsame Absprachen zwischen Förder- und Regelschullehrer/innen notwendig ist.

Prof. Lorz war beeindruckt vom Engagement des Kollegiums: „Aus der Haltung, Schule für alle zu sein, sind an der Martin-Niemöller-Schule pädagogische Konzepte entstanden, die es Schülerinnen und Schülern mit und ohne Beeinträchtigung ermöglichen, sehr gut gemeinsam zu lernen  und erfolgreich die Schule zu besuchen.“ Er sehe aber auch noch die Herausforderungen und sagte zu, sich weiterhin für die Verbesserung der Bedingungen der schulischen Inklusion einzusetzen.

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