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Organische Chemie – Alkane, Alkene, Alkohole“

Bereits zum zweiten Mal konnte Fachleiter Thomas Grimm Prof. Dr. Matthias Ducci, vom Lehrerfortbildungszentrum Chemie der pädagogischen Hochschule Karlsruhe zu einer Fortbildungsveranstaltung für Chemielehrer/innen in der Martin-Niemöller-Schule begrüßen. Prof. Ducci hielt zu Beginn der Veranstaltung einen interessanten Vortrag über die Anwendung des historisch-problemorientierten Unterrichtsverfahrens. Schon in dem berühmten Film „Die Feuerzangenbowle“ wurde die wissenschaftliche Analyse der alkoholischen Gärung mit viel Humor thematisiert und so betonte Prof. Ducci, dass die Thematisierung von Prozessen, die zu chemischen Erkenntnissen geführt haben, großes Interesse bei Schülern wecken kann.

Die Naturwissenschaften können in einem gesellschaftlichen und sozialen Kontext dargestellt werden, was sonst oft nicht möglich ist. Einige lustige Anekdoten, z.B. dass der Chemiker August Kekulé die Strukturen des Benzols erträumte oder die Untersuchung der Luft durch den Physiker Joseph Gay-Lussac unter gefährlichsten Bedingungen mit einem Wasserstoffballon, wären mögliche Beispiele für den Einsatz der „Geschichte der Chemie“ im Unterricht. Auch die jahrzehntelange Debatte einiger berühmter Chemiker über die Struktur der Alkane ist in diesem Kontext zu sehen. Mit dem historisch-problemorientierten Unterrichtsverfahren kann man im Unterricht im Besonderen vermitteln, dass es wichtig ist, Hypothesen aufzustellen und zu erkennen, dass Erkenntnisse nicht so logisch und gradlinig gewonnen werden, wie es das Chemiebuch oft vermuten lässt.

Nach dem kurzweiligen Vortrag durften sich die 15 Teilnehmer/innen dem praktischen Teil zuwenden. Zwei Stunden Zeit standen zur Verfügung, um in die Schülerrolle zu schlüpfen und an insgesamt 18 Versuchs-Stationen, vorbereitet vom Assistententeam von Prof. Ducci, die persönlichen Experimentierfähigkeiten zu erproben. Unter anderem ging es um die Untersuchung der Brennbarkeit von Methan, unserem Erdgas, aber auch um die Herstellung einer Kerze aus Haarwachs. Während eine Arbeitsgruppe IKEA-Holzöl „crackte“, untersuchte eine andere die Vergärbarkeit von zuckerhaltigen und zuckerfreien Kaugummis und Bonbons. Erfrischungs- und Desinfektionstücher durften angesteckt werden, aber auch der „kühlende Effekt“ von Alkohol wurde untersucht. Die Steigerung zur Kühlung ist die Verwendung von Glykol als Frostschutzmittel. Auch dieser Effekt  wurde in einem Versuch nachgestellt. Die Brennbarkeit verschiedener Alkohole zu untersuchen, war für viele Kollegen eine beeindruckende Erfahrung. Spannend war auch, dass recht einfach ermittelt werden konnte, welches Bier alkoholfrei und welches alkoholhaltig war – ein nettes Angebot, um den Bezug zum Alltag herzustellen.

Nach der Experimentierphase fand man sich nochmals zu einer abschließenden Diskussionsrunde zusammen, wo generell die Meinung vorherrschte, dass die angebotene praktische Versuchsreihe im Schulalltag leicht anwendbar und für die Schüler motivierend ist. Abschließend bedankten sich die Teilnehmer/innen bei Prof. Ducci und seinem Team für die sehr gut vorbereitete Fortbildung.

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